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von Stevie Würker

REALITY\\check Drachenzähmen leicht gemacht

In Drachenzähmen leicht gemacht geht es um Hicks, einen jungen tollpatschigen Wikinger, der von den Erwachsenen Wikingern nicht so ernst genommen wird, aber unbedingt dabei helfen möchte, die Drachen zu töten, die das Wikinger-Dorf „Berk“ stets überfallen. Doch eines Tages kommt er durch Zufall näher an einen dieser gefährlichen Drachen ran und er stellt fest, dass die ganzen Geschichten darüber, dass die Drachen so gefährlich seien und umgehend getötet werden müssten, schlichtweg übertrieben und eigentlich gar nicht wahr waren und die Wikinger viel zu stur sind, um dies zu erkennen.

Drachenzähmen leicht gemacht ist ein wunderschöner und liebevoll gestalteter Animationsfilm von Dreamworks, der mich Story-technisch sehr überrascht hat. So enthält der Film viele Elemente, die man aus anderen Filmen bereits kennt, wie z.B. Familienprobleme, der großen Herausforderung die Missverständnisse zwischen zwei verfeindeten Rassen aus dem Weg zu räumen und was wäre heutzutage IRGENDEIN Film ohne, dass sich der Protagonist verliebt?! All die eben genannten klassischen Filmelemente passen aber ganz gut in die Geschichte hinein und der ironische Humor und die verrückten, durchgeknallten Drachen machen den Film unbedingt sehenswert.

Ich empfehle diesen Film jedem, der keine totale Abneigung gegenüber Kinderfilmen hat. Dieser Film hat mehr zu bieten, als gewöhnliche Kinderfilme. Auf meiner Skala von 0 bis 15 bekommt Drachenzähmen leicht gemacht von mir 13 Punkte und wird damit auf jeden Fall in meine Blu-ray-Sammlung aufgenommen.

von Stevie Würker

REALITY\\check Adèle und der Fluch des Pharaos

Adèle und der Fluch des Pharaos
Genre Abenteuer | Komödie
FSK
Länge 105 Minuten
Kinopremiere 30. September 2010
Regisseur Luc Besson
Drehbuchautor Luc Besson
Land Frankreich

Adèle und der Fluch des Pharaos – ein Film, den ich nie freiwillig besucht hätte. Aber ich saß schließlich in der Sneak Preview und hatte mir den Film nicht ausgesucht.

In diesem Film geht es um die junge Schriftstellerin Adèle Blanc-Sec, die mit ihrem Charme und ihrer Abenteuerfreude vor keiner Gefahr zurückschreckt. Sie begibt sich in die tiefen einer Grabstätte um als Hobby-Archäologin eine Mumie zu bergen, während in Paris ein Flugsaurier die Stadt unsicher macht. Was beide Ereignisse miteinander zu tun haben und wie auch Adèles Schwester noch mit hinein passt erfahrt ihr in dem Film.

Beim Betrachten dieses Filmes von Luc Besson, der auch Filme wie Leon – Der Profi, Das fünfte Element, Taxi und The Transporter geschrieben hat, fallen die abstrakten und etwas seltsamen Charaktere auf, aber auch der ziemlich alberne Humor, bei dem ich persönlich jederzeit eine Pointe à la Leslie Nielsen erwartet hätte, die aber glücklicherweise nicht kam. Diese hätte nämlich schlichtweg nicht in DIESEN Film gepasst… denke ich.

Ich gebe diesem Film 8 von 15 Punkten. Mein Ersteindruck war wesentlich schlechter, aber der Film hat sich durch den Humor, der mit persönlich sehr gut gefallen hat und die teilweise absurden Charaktere gerettet. Der Anfang des Filmes gefällt mir nicht wirklich, mir fehlt es aber zurzeit an der Begabung dies genauer auszuführen. Vielleicht lag es nur an den technischen Problemen im Kino und dem zu spät einsetzendem Ton, vielleicht aber an dem Erzähler, der NUR zu Beginn des Filmes redet. (Und irgendwie war es auch nicht sonderlich relevant für den Film). Sonderlich realistisch ist der Film nicht, aber das sollte auch kein Kriterium sein. Es gibt genug Filme, die auf Realismus aus sind. Dieser ist es jedoch nicht.

von Stevie Würker

REALITY\\check Die Frau des Zeitreisenden

Die Frau des Zeitreisenden
Genre Drama | Fantasy | Romanze
FSK
 
Regisseur Robert Schwentke
Drehbuch Bruce Joel Rubin
Kinopremiere 17.09.2009
Auf DVD seit 05.02.2010
 
- basiert auf -
Romanautor Audrey Niffenegger
Erschienen 2003

Der Film handelt, wie der Roman, von Henry DeTamble, der an einem seltenen genetischen Defekt leidet. Dieser zwingt ihn spontan dazu durch die Zeit zu reisen. Er kann allerdings weder bestimmen, wann er durch die Zeit reist noch die Zeit oder den Ort zu dem er reist. Allerdings sind es immer Orte, an denen er schon mal gewesen ist oder irgendwann mal sein wird.
Am Anfang des Films begegnet er nun Claire Abshire, die ihn nur zu gut kennt, da Henry sie in seiner Zukunft oft in Claires Kindheit besucht und sich mit ihr anfreundet. Henrys und Claires Beziehung entwickelt sich natürlich so wie es jeder erwartet: Sie kommen zusammen. Allerdings merken beide im Laufe der Zeit, dass es so perfekt nicht laufen kann…

Was ein bisschen Fantasy-mäßig beginnt, geht in eine Romanze über und endet schließlich in einem Drama. Ich habe noch keinen Film gesehen, der mich so sehr emotional berührt hat, wie dieser es tat. Der Film erzählt eine richtig schöne Liebesgeschichte und beschäftigt sich dabei mit einem komplexen Thema: der Zeit. Einziges Manko ist, dass zu wenig auf Henrys Gen-Defekt eingegangen wird – es wird eher einfach als gegeben hingenommen, als dass man auch nur versucht einen realistischen Grund zu finden. Ich weiß leider nicht, ob dies in der Romanvorlage besser umgesetzt ist, da ich diese nie gelesen habe. Wer eine solche Fähigkeit ohne große Fragen hinnehmen kann, wird Gefallen an dem Film finden.

Aus diesem Grund bewerte ich den Film mit 13 von 15 Punkten.

von Stevie Würker

REALITY\\check Heavy Rain

Heavy Rain
System PS3
Genre interaktives Drama
Entwickler Quantic Dream
Publisher Sony Computer Entertainment
USK
Release bereits erschienen (26.02.2010)
Preis ca. 60 Euro

Ich hab mein Exemplar von Heavy Rain am Samstag nach Release erhalten und hatte es am Sonntag schon durchgespielt.
Das soll nicht bedeuten, das Spiel ist kurz, denn das ist es nicht. An Heavy Rain spielt man schon eine Weile, ich würde auf 10 Stunden tippen.
Und auch dann hat man lediglich ca. 45% des Spiels gesehen; Ist natürlich von den Entscheidungen während des Spielens abhängig. Und genau das macht das Spiel auch so besonders!

Heavy Rain spielt man nämlich nicht einfach so durch und hat am Ende gewonnen. Und wenn man bis dorthin irgendwann gestorben ist, spielt man den Level eben erneut, bis man ihn geschafft hat.
Heavy Rain ist alles andere als linear. Wie schon in Fahrenheit ist das Spiel als spielbarer Kinofilm angelegt, man hat während des Verlaufs der Story mehrmals die Möglichkeit das Spielgeschehen dauerhaft zu beeinflussen und verschiedene Enden zu Gesicht zu bekommen. Dies ist auch der Grund, warum Heavy Rain in das Genre „interaktives Drama“ fällt.
David Cage (Entwicklungsleiter von Heavy Rain) hat dieses Ziel in Heavy Rain noch besser umsetzen können, als schon in Fahrenheit.

In Heavy Rain geht es um den sogenannten Origami-Killer, der kleine Jungs ermordet. Jeder Junge hält bei seinem Auffinden eine Origami-Figur in der Hand und eine Orchidee wurde auf seiner Brust platziert. Außerdem wurden sie in Regenwasser ertränkt und erst anschließend an den Fundort transportiert. Auch der Sohn von Ethan Mars, einem der vier spielbaren Charaktere, wird von dem Origami-Killer entführt und man bekommt als sein Vater fünf Aufgaben gestellt, die man lösen muss, um ihn zu befreien. Löst man sie nicht, stirbt der Junge. Madison Page, Journalistin, Norman Jayden, FBI-Profiler, und Scott Shelby, Privatdetektiv, sind die anderen drei Hauptcharaktere, die auch auf der Suche nach dem Origami-Killer sind.

„Wie weit würden Sie gehen, um jemanden zu retten, den Sie lieben?“ steht es in der Anleitung des Spiels geschrieben und ich befand mich auch hin und wieder in einer Dilemma-Situation und habe überlegt, was ich tun soll. Jeder der vier Charaktere hat mit seinen Lastern zu kämpfen und wenn der Charakter nervös ist, überträgt sich das durch die flackernden Sprachmöglichkeiten auch auf den Spieler. Auch überträgt die Steuerung grundsätzlich immer eine ähnliche Bewegung auf den Spieler, so putzt man sich die Zähne, indem man den PS3-Controller seitlich schüttelt, man hält sich an etwas mit beiden Händen fest, indem man R1 und L1 gedrückt hält und man übt Kraftakte aus, indem man mehrmals hintereinander eine bestimmte Taste drückt. Auch kommen Quick Time Events sehr häufig zum Einsatz. Diese sind aber trotzdem nie nervig, sondern passen immer in die Situation. In Kämpfen zum Beispiel muss man schnellstmöglich eine Taste drücken, um einen Schlag abzuwehren, was nachzuvollziehen ist, in einem echten Kampf steht man schließlich auch unter Zeitdruck.

Fazit:

Das Spiel erzählt durchgehend eine spannende und interessante Story. Die Atmosphäre ist durch den eigens komponierten Soundtrack und der Art der Steuerung fesselnd und realistisch und die Grafik des Spiels nähert sich der Realität, wie kein anderes Spiel, das ich kenne.
Besonders positiv rechne ich dem Spiel an, dass es den Spieler zum Nachdenken anregt, man überlegt stets, was man selbst tun würde und beim ersten Mal wird wohl auch jeder das Spiel so durchspielen, wie man selbst in der Realität agieren würde. Durch die verschiedenen Enden und auch Abweichungen mitten im Spiel, hat man auch noch lange nach dem durchzocken Spaß und versucht alle PlayStation-Trophäen zu erhalten, die zum Großteil nur für verschiedene Versionen eines Kapitels und fehlerloses Spielen vergeben werden. Die Trophäen sind aber alle gerechtfertigt, man bekommt nie das Gefühl, das Ziel ist übertrieben schwer zu erreichen und man kann sicher sein, dass man wirklich das gesamte Spiel kennt, wenn man 100% erreicht hat. Ich habe momentan 60% des Spiels erreicht und werde es genießen die nächsten Wochen die restlichen Trophäen einzusammeln.

Ich denke, dass es aktuell kein Spiel gibt, das auch nur annähern an die Atmosphäre, die Spannung und die mehr als gelungene Erzählweise von Heavy Rain rankommt. Deswegen bekommt Heavy Rain von mir die volle Bewertung – 15/15